Junge Pro Polizei besucht Jugendgefängnis in Rockenberg

 

Mit einer kleinen Delegation hat die Junge Polizei Wetzlar die Justizvollzugsanstalt in Rockenberg besucht. Die Teilnehmer erhielten im Rahmen einer Führung vor Ort interessante Einblicke in die täglichen Abläufe in der JVA.

 

Die JVA ist eine der ältesten in ganz Deutschland und entstand nach der Auflösung des Marienklosters im Jahre 1811. Durch fortlaufende Renovierungen und Sanierung wurde das Gebäude an die neuesten Anforderungen angepasst und bietet heute Platz für über 200 heranwachsende, männliche Häftlinge. Im Marienschloss sitzen aktuell rund 140 Insassen ein. Nach Auskunft der JVA liegt der Migrationsanteil hier bei 50 %.

 

Viele Häftlinge werden leider immer wieder rückfällig und finden sich daher erneut in einer der Zellen wieder. Um dem entgegenzuwirken, bietet die JVA ein breites Angebot zur Resozialisierung. Dabei ist die schulische und/oder berufliche Bildung eine wichtige Grundlage für ein geordnetes Leben. Neben einem Hauptschulabschluss werden den Häftlingen hinter den Mauern des Rockenberger Schlosses weitere Ausbildungsberufe angeboten, mit den sie dann anschließend wieder den Anschluss an die Gesellschaft finden sollen. Darunter bspw. die Ausbildung zum KfZ-Mechaniker oder Koch.

 

Der Fachkräftemangel ist auch in der JVA in der Wetterau stark zu spüren. Bereits jetzt gibt es immer weniger Laufbahnbewerber, die mentalen Herausforderungen steigen und der Schichtdienst verlangt eine Menge ab. Die Junge Pro Polizei war sich einig, dass ein handlungsfähiger Vollzugsdienst Grundlage für einen funktionierenden Rechtsstaat ist. Das Land braucht auch zukünftig gut ausgebildetes Fachpersonal. Daher ist es absolut begrüßenswert und notwendig, dass die Hessische Landesregierung 500 neue Stellen im Bereich der Justiz schafft.

v.L.n.R.: Thomas Rödl (Sachgebietsleister Sicherheitsdienst JVA Rockenberg), Nicklas Kniese, Moritz Höckendorff, Ina Kasperski, Lisa Schäfer, Niklas Müller, Marcel Pries)
Die Junge Pro Polizei Wetzlar lädt am Freitag, den 10.03.2023 (alle Interessierten im Alter von 14 – 35 Jahre) zum Besuch der Justizvollzugsanstalt Rockenberg ein.
Treffpunkt ist am 10.03. um 13:00 Uhr vor dem Haus der Prävention (Ludwig-Erk-Platz 5, 35578 Wetzlar). Von dort aus fahren wir gemeinsam nach Rockenberg.
Zu dem Besuchstermin ist der Personalausweis, Reisepass oder ein vergleichbares Ausweisdokument mitzuführen.
Vor Ort wird es eine Führung durch die Räumlichkeiten der JVA sowie ein Gespräch mit den Vertretern der Interessenvertretung der Gefangenen geben.
Anmeldung per E-Mail an info@propolizei-wetzlar.de
Die JVA Rockenberg ist eine der ältesten in der Bundesrepublik, entstand im Jahr 1811 und umfasst mehr als 200 Haftplätze. In der JVA Rockenberg verbüßen Jugendliche und Heranwachsende vorwiegend im Alter von 14 bis 19 Jahren ihre Freiheitsstrafe. Ziel des Jugendstrafvollzugs ist es, die Gefangenen so zu erziehen, dass sie künftig ein Leben in sozialer Verantwortung, ohne Straftaten zu begehen, führen können. Daher gehört es zum Alltag in der JVA zur Schule zu gehen oder eine Ausbildung zu machen. Untergebracht sind die Jugendlichen zu acht in sog. Wohngruppen.
Herzliche Einladung zu einem spannenden Besuch!