Staatssekretär Martin Rösler beim Heringsessen von Pro Polizei Wetzlar:
„Entscheidend ist, dass der Rechtsstaat durchgreift“
Der Einladung zum traditionellen Heringsessen des Vereins Pro Polizei Wetzlar folgten in diesem Jahr rund 125 Mitglieder, die nach einer gemeinsamen Stärkung dem Vortrag von Martin Rösler (Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz) folgten. In seiner Rede machte Rösler deutlich: „Entscheidend ist, dass der Rechtsstaat durchgreift. Unsere Polizistinnen und Polizisten leisten tagtäglich Herausragendes – sie verdienen nicht nur unseren Respekt, sondern auch klare Rückendeckung und verlässliche Rahmenbedingungen.“
Der Staatssekretär betonte, dass Sicherheit eine Grundvoraussetzung für Freiheit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Entwicklung sei. Es brauche eine konsequente Strafverfolgung, moderne Ausstattung sowie ausreichend Personal, um auf neue Herausforderungen – von wachsender Gewalt gegen Einsatzkräfte bis hin zu digitaler Kriminalität – angemessen reagieren zu können. Vor diesem Hintergrund verwies Rösler auf die sicherheitspolitischen Maßnahmen der Landesregierung.
Polizeirecht novelliert
So sei das hessische Polizeirecht umfassend novelliert worden, um den Einsatzkräften erweiterte Befugnisse und moderne Instrumente an die Hand zu geben. Dazu zählen unter anderem der Ausbau der Videoüberwachung, der Einsatz KI-gestützter Gesichtserkennung, die Ausweitung von Waffenverbotszonen sowie der elektronischen Fußfessel. Zudem darf die Polizei Bodycams unter bestimmten Voraussetzungen nun auch in Wohnungen einsetzen – und nicht mehr ausschließlich im öffentlichen Raum. Darüber hinaus habe die Landesregierung ein sogenanntes „Respektpaket“ für die Polizei auf den Weg gebracht, um Einsatzkräfte besser vor Übergriffen zu schützen und Angriffe konsequenter zu ahnden. Gleichzeitig solle der Bevölkerungsschutz stärker im Schulunterricht verankert werden, um bereits frühzeitig das Bewusstsein für Sicherheit, Prävention und staatliche Strukturen zu stärken. Auch finanziell setze das Land klare Prioritäten: Im Landeshaushalt 2026 sind 2,4 Milliarden Euro für die innere Sicherheit vorgesehen – 60 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Investiert werde unter anderem in die technische Ausstattung der Polizei, etwa in Smartphones, moderne Apps und Bodycams. Insgesamt seien in Hessen mit über 16.000 Polizeibeamtinnen und -beamten so viele Polizistinnen und Polizisten im Einsatz wie noch nie zuvor.
Diese Investitionen zeigten Wirkung: Die Zahl der Straftaten sei zuletzt zurückgegangen, zugleich liege die Aufklärungsquote in Hessen auf einem hohen Niveau. Das belege, dass konsequente Politik, gute Ausstattung und motivierte Einsatzkräfte entscheidende Faktoren für einen starken Rechtsstaat seien.
Mit Blick auf die Region machte Rösler deutlich, dass Prävention, sichtbare Präsenz und eine enge Zusammenarbeit zwischen Land, Kommunen und Ehrenamt entscheidende Bausteine für eine sichere Heimat seien. „Sicherheit entsteht nicht zufällig – sie ist das Ergebnis klarer politischer Entscheidungen und einer starken Polizei“, so Rösler.
Straftäter ausweisen
Zum Thema Migration erklärte er, dass Menschen die ausreisepflichtig sind, unser Land verlassen müssen. Dem Bundesland Hessen sei es im Jahr 2025 gelungen, die Zahl der Abschiebungen um 17 % zu steigern. Dazu forderte die Stv. Vorsitzende von Pro Polizei Wetzlar, Lisa Schäfer: „Wer in unser Land kommt und unsere Sozialsysteme missbraucht, straffällig wird und unser Werte- und Rechtssystem missachtet, der hat sein Aufenthaltsrecht verwehrt und muss umgehend abgeschoben werden!“
Abschließend dankte Lisa Schäfer dem Hessischen Innenministerium für die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung von Pro Polizei Wetzlar. Zugleich betonte sie, dass es einen Unterschied mache, wer Verantwortung für die Sicherheit trage und ermutigte, auch weiterhin in die Ausstattung der Polizei zu investieren. Denn – so ihr abschließendes Fazit – ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit!
Wann?: Freitag, den 20. Februar 2026 um 18.30 Uhr
Wo?: Bürgerhaus Tannenhof, Bürgerweg 5, 35579 Wetzlar-Steindorf
Referent: Martin Rößler, Staatssekretär des Hessischen Innenministeriums



